Working Out Loud – 12 Wochen voller Lernerfahrungen

Working Out Loud – 12 Wochen voller Lernerfahrungen

Im letzten viertel Jahr hatte ich die Möglichkeit, die Methode „Working Out Loud“ von John Stepper zum ersten Mal auszuprobieren. 12 Wochen je eine Stunde in einem Circle mit 4 Personen gemeinsam individuelle Ziele verfolgen und gemeinsam üben und lernen.

Ziel „Austausch in der Firma erkunden und verbessern“

Die 12 Wochen sind vorbei und ich habe mein Ziel nicht komplett erreicht, bin ihm aber deutlich näher gekommen. Hier einige Erkenntnisse aus den 12 Wochen:

  • Austausch in einer Firma ist vielschichtig:
    • Direkter persönlicher Austausch
    • Persönlicher Austausch online (Zoom, Teams) oder telefonieren
    • Chats, Email
    • Chat-Kanäle, Foren
    • Wikis wie Confluence
    • Austausch in Workflows, Ticketbearbeitung (Jira, USU)
    • Intranet, Blogs (Confluence)
    • Meetings online, vor Ort oder hybrid
    • E-Learning, WBT
  • Ziele, die Veränderungen beim Austausch und bei der Zusammenarbeit beinhalten, erreicht man im Firmenumfeld meistens kooperativ, selten allein durch Einzelaktionen.
  • Ein guter Umgang in Beziehungen hilft, seinen Zielen näher zu kommen.

Die Methode „Working Out Loud“

Die 12 Wochen von „Working Out Loud“ werden gelenkt durch einen Circle Guide, Das sind 12 PDF-Dokumente mit Anleitungen und Übungen, die besonders dabei helfen, Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen. Tatsächlich ist das wohl eine meiner größeren Schwächen. Beziehungen knüpfen und einfühlsam und ehrlich zu pflegen ist eine Fähigkeit, dich ich durch die Übungen vielleicht verbessert habe, wo aber noch viel, viel weitere praktische Übung notwendig bleibt.

Der Circle: Mit 4 bis 5 Personen gemeinsam 12 Wochen lernen und üben

Die wichtigsten Beziehungen während des Circles hat man aber ganz sicher zu den anderen Circle-Teilnehmern. Der wöchentliche Austausch und die verschiedenen Herangehensweisen bei der Erreichung der Ziele sind sehr wertvoll und lehrreich. Dabei tauscht man sich jede Woche zu seinem praktischen Vorgehen aus und lernt so aus dem gegenseitigen Tun und Handeln. Das praktische voneinander Lernen ist besser als das Lernen einer theoretischen Methode.

Mein erster WOL-Circle. Von links: ich, Uli, Anja und Christine

Hier also jetzt noch einmal ein großes Dankeschön an Anja, Christine und Uli. Es ist erstaunlich, wie verschieden wir sind. Und doch gibt es gleichzeitig viele, viele Gemeinsamkeiten. Die wohl größte Gemeinsamkeit ist die Neugierde und der Wunsch, sich immer weiter zu entwickeln, zu lernen und kennen zu lernen.

Danke für die Freiräume bei Prosoz Herten

Wir haben den WOL-Circle innerhalb der Firma ausgeschrieben und angefangen. Ich konnte dazu zwei Blog-Beiträge im Intranet veröffentlichen. Ich muss mich hier für die Möglichkeit bei Verantwortlichen von Prosoz Herten bedanken, die unser Experiment einfach zugelassen haben.

Ich habe inzwischen gelernt, dass die Verwendung von Arbeitszeit fürs Lernen, sei es auch nur eine Stunde in der Woche und seien die verfolgten Ziele auch noch so sinnvoll für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung, von den Vorgesetzten, von der Geschäftsführung, von der Personalabteilung und vom Betriebsrat freigegeben und geregelt werden müssen. Eine Weiterführung von WOL bei Prosoz Herten ist also nicht nur von dem guten Willen der Mitarbeiter abhängig, sondern von einigen begleitenden Regeln, die noch abzustimmen sind.

Sobald man aber seine 12 WOL-Stunden freiwillig in die Freizeit legt, kann man WOL praktisch nicht mehr verbieten.

Tatsächlich ist es auch so, dass auch die Nutzung von WOL für die Firma lizenzpflichtig werden kann, sobald WOL fest als Methode genutzt werden soll und damit dann auch öffentlich geworben wird. Dazu werde ich mich noch einmal genauer bei der führenden Expertin zu WOL, Katharina Krentz, informieren.

Fazit

Ist WOL, ist „Working Out Loud“ von John Stepper eine gute Methode zu lernen? Ja, auf jeden Fall. Ich werde weiter an Circles teilnehmen, Circles initiieren und veruschen, WOL in meiner Firma zu etablieren. Und ihr? Tut euch den Gefallen und probiert es aus!

Liebe Grüße

Jörg

Links

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*