Gut drauf und arbeitsunfähig

Gut drauf und arbeitsunfähig

Ich konnte jetzt eine Weile nicht arbeiten: Eine akute Belastungsreaktion bei einer bipolaren affektiven Störung. Ich war nicht in der Lage, meine Arbeit zu tun, zu programmieren, unsere Software weiter entwickeln oder Fehler zu finden und beheben. Gleichzeitig war ich in den letzten Wochen aber sehr aktiv, habe viele Dinge erledigt, vieles getan, vieles erlebt. Ich war sogar auf spannenden Meetups und Events, die tatsächlich wieder mit meiner Arbeit zu tun haben, habe interessante Menschen getroffen und mich unterhalten. Und Musik gemacht: Im Spielmannszug mit Querflöte, in der Band mit Akkordeon und, auch mit Akkordeon, auf der Straße Straßenmusik gemacht. Straßenmusik war ein Wunschtraum. Den habe ich mir erfüllt.

„Wer feiern kann, kann auch arbeiten.“ Ja. Es fühlt sich auch wirklich etwas zwiespältig an. Dinge, die mir Spaß machen, die mich freuen und anregen, ja, die sogar mit meiner Arbeit zu tun haben und dann nicht arbeiten. Ist das richtig?

Ja, das ist richtig. Ich konnte nicht konzentriert programmieren, mehrere Stunden konzentriert am Rechne sitzen und Probleme lösen. Ich hatte Schlafstörungen, habe Passwörter vergessen, wurde fahrig und unkonzentriert und habe begonnen, Fehler zu machen, Dinge verlegt. Das wäre schlimmer geworden, wenn ich versucht hätte, weiter zu arbeiten.

Es ist also klar und richtig, dass ich zwar als Mensch sehr aktiv und trotzdem arbeitsunfähig war. Jetzt bleibt die Frage: Was hat mich krank gemacht? Woher kommt die Erkrankung? Das ist spannend und ich persönlich habe dazu eine klare Meinung. Subjektiv aber klar und eindeutig. In diesen Blog-Post passt diese Sicht der Dinge, meine Sicht der Dinge nicht hinein. Vielleicht ein andermal.

Original Text "Gut drauf und arbeitsunfähig"

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